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................Tapemosphere#9 wortdefinition

................eine zehntägige Klang, und Raumexkursion durch zwei Räumlichkeiten in Köln1Cabaret Voltaire

..............#Ausstellungsort: Moltkerei Werkstatt | Aktionsraum: Raum für Kunst und Musik

Die neue Rheinische Zeitung schrieb:

Allein in der Weite des hohen Raums der „Moltkerei-Werkstatt“ taucht ein Globus aus Kassettenbändern auf. Zwischendrin sind fünf „Festlandinseln“ zu sehen. Auf Endlosschleifen zeichnen die Bänder ihre Umlaufbahn. Die eingravierten Klänge werden abgenommen und von den Rekorder-Inseln ausgespuckt. Ein Rekorder, der mit einem feinen Mikrofon verbunden ist, dient tatsächlich auch als Aufnahmegerät. Der O-Ton der Gäste und des Raums landet auf dem Band und wird nur Minuten später gegenüber wieder abgespielt, ist aber vergänglich, da im nächsten Umlauf schon wieder unweigerlich gelöscht wird. Hier bietet sich die Möglichkeit für kreative Geister, an dem Klangereignis unmittelbar teilzunehmen.

Es ist eine Renaissance des analogen tapes und seiner ungeahnten Dimensionen, die sich in diesem experimentellen Installationsprojekt der drei jungen Künstler aus Köln und Hamburg widerspiegelt. Diese leider nur allzu kurze Ausstellung ist unbedingt sehens- und hörenswert in diesem Zeitalter von gleichgerichtetem, im Überfluss auf I und O beschränktem digitalem Massen-Geschreiss-Konsum. (frei nach Alfred Jarry: Kombination aus Geschrei und „Scheiss“)

 

 

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